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Zusammenarbeit mit Familien

Qualifizierung zur Fachkraft für Zusammenarbeit mit Familien

Eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern ist keine Selbstverständlichkeit und immer wieder eine Herausforderung. „Ohne Eltern geht es nicht!“ ist mittlerweile ein Wissen, welches in (fast) allen Kitas angekommen ist. Doch es ist nicht immer leicht die große Vielfalt an Familienformen, Erziehungsansichten und Lebensweisen zusammenzubringen. Ebenso verbreiten anstehende Konfliktgespräche Angst und Schrecken und die höchste Anforderung ist wohl, bei all diesen Themen das Wohl des Kindes nicht aus den Augen zu verlieren.

Was braucht es, damit wir allen Eltern gerecht werden können – und müssen wir das überhaupt? Wie können wir Räume mit und für Familien schaffen, so dass sich alle Familien als zugehörig fühlen und eingeladen sind, sich mit ihren Potenzialen einzubringen? Welche Rolle spielen meine eigene Biografie und meine Vorurteile, um Eltern/Familien auf Augenhöhe begegnen zu können? Welche Möglichkeiten gibt es, Elternabende zu moderieren? Das Spektrum an Anforderungen scheint groß und im Alltag stehen wir unter anderem vor genau diesen und noch mehr Fragen.

Aus diesem Grund haben wir diese Qualifizierung entwickelt – hier können Sie sich zur Expertin für Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Familien qualifizieren, professionell handeln und außerdem Ihr Team unterstützen und begleiten.

Ziel der Qualifizierung ist die Entwicklung einer dialogischen, achtsamen und zugewandten Grundhaltung in der Beratung und Begleitung von Eltern und Familien. Die Teilnehmer*innen werden darin bestärkt, ein förderndes Entwicklungsbündnis mit Eltern aufzubauen, wobei immer das Wohl des Kindes im Vordergrund steht. Durch die intensive Auseinandersetzung mit verschiedensten Gesprächsanlässen, sind die Teilnehmer*innen eingeladen, ihre Beratungs- und Handlungskompetenzen auszubauen, zu festigen und dahingehend ihr Team zu stärken und zu sensibilisieren. Durch die Reflexion der eigenen Familienbiografie und eigener Vorurteile entwickeln die Teilnehmer*innen eine offene und respektvolle Einstellung zu Familien, um ihnen in der pädagogischen Praxis auf Augenhöhe, ressourcenorientiert und vorurteilsbewusst begegnen zu können.

Die Lernenden schreiben nach der Präsenzphase einen Praxisbericht. Nach erfolgreichem Abschluss am Abschlusstag erhalten Sie das Zertifikat „Fachkraft für Zusammenarbeit mit Familien“.

Umfang: 64 UE (8 Seminartage), Selbststudium, Abschlusstag

Folgende Module umfasst die Qualifizierung:

1. Einführung Zusammenarbeit mit Familien

  • Kindliche Entwicklung
  • Eltern-Kind-Beziehung
  • Beziehungsdreieck

 

2. Lebenslagen und Lebenswelten von Familien

  • Vorurteilsbewusste Zusammenarbeit mit Familien
  • Bedürfnisse und Konflikte in der Elternschaft
  • Offener Umgang mit kulturellen Werten
  • Biografisches Arbeiten

3. Kommunikation und Gesprächsführung

  • Grundlagen der Gesprächsführung
  • Herausfordernde Gespräche
  • Entwicklung von Gesprächsleitfäden
  • Partnerschaftliche Konfliktlösung (Methode Drei A)
  • Fallverstehen / Kollegiale Beratung

 

4. Methoden- und Beratungskompetenzen stärken

  • Moderationstechniken
  • Beratungskompetenzen
  • Fallverstehen / Kollegiale Beratung
  • Videografie als entwicklungsunterstützende Methode
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